Langzeituntersuchung menschenfeindlicher Einstellungen in der Bevölkerung von Professor Heitmeyer (2001 - 2011)

Die Langzeitstudie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland erfragte zwischen 2002 und 2011 Ausmaß, Entwicklungen und Ursachen von Vorurteilen gegenüber unterschiedlichen gesellschaftlich ausgegrenzten Gruppen. Es wird davon ausgegangen, dass Vorurteile gegenüber unterschiedlichen Gruppen ein Syndrom der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit bilden, in dessen Zentrum eine Ideologie der Ungleichwertigkeit steht. Die Studie untersuchte die Abwertung von Menschen aufgrund ethnischer, kultureller oder religiöser Merkmale, sexueller Orientierung, des Geschlechts, körperlicher Einschränkungen oder aus sozialen Gründen. Die Ergebnisse der Studie wurden jährlich veröffentlicht. Im Jahr 2012 erschien der letzte Band der Reihe „Deutsche Zustände“.

Was waren die Ziele?

Ziel der Untersuchung war eine verlässliche Langzeitbeobachtung des gesellschaftlichen Klimas zur Gleichwertigkeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen.

Was machte die Langzeituntersuchung Menschenfeindlichkeit?

  • jährlich wurden rund 2.000 repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland und Europa zu ihren Einstellungen gegenüber schwachen Gruppen befragt,
  • Ausmaß von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wurde in insgesamt acht europäischen Ländern erhoben,
  • erfasste und analysierte im Projekt „Sozialraumanalysen“ Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in lokalen Räumen wie kleinere Gemeinden oder Stadtteile.

Wer finanzierte die Langzeituntersuchung?

  • Freudenberg Stiftung, Weinheim,
  • VolkswagenStiftung, Hannover
  • Marga und Kurt Möllgard Stiftung, Frankfurt
  • Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld

Welche Partner unterstützten die Langzeituntersuchung?

  • Suhrkamp-Verlag
  • DIE ZEIT

Warum engagiert sich die Freudenberg Stiftung für wissenschaftliche Untersuchungen zu GMF?

Die Beobachtung von Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit bietet Fachleuten aus Praxis, Verwaltung, Politik und Wissenschaft eine gemeinsame Basis zur Bestandsaufnahme und Bewertung demokratiefeindlicher Haltungen. Zugleich werden durch Zusatzstudien Einblicke in Demokratiepotenziale sowie in Demokratiegefährdungen bestimmter Regionen und spezifischer Milieus möglich.

Kontakt

Universität Bielefeld
Institut für interdisziplinäre
Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)
Professor Dr. Wilhelm Heitmeyer
Professor Dr. Andreas Zick
Universitätsstraße 25
D-33615 Bielefeld
Tel. 0049-(0)521-106-2442
Fax 0049-(0)521-106-6415
E-Mail: gmf.ikg@uni-bielefeld.de
www.uni-bielefeld.de