Integration Central

Integration Central bildet zusammen mit Job Central die Koordinierungsstelle für die Weinheimer Bildungskette.

Was sind die Ziele?

Integration Central hat das Ziel, die Übergänge für Kinder von der Familie in die KiTa, von der KiTa in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführenden Schulen so optimal wie möglich zu gestalten. Integration Central will langfristig, eine bessere Qualität der Förderung und eine systematische Elternbeteiligung in den Bildungseinrichtungen erreichen. Integration Central hat im Rahmen der Weinheimer Bildungskette die Entwicklungsaufgabe, modellhaft aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche vom Krabbelalter bis zum Übergang in den Beruf an ihren Bildungsorten und Lernwelten begleitet und unterstützt werden.

Was macht Integration Central?

  • hilft Schulen, Kindergärten und Kindertageseinrichtungen die Qualität ihrer Sprachförderprogramme durch die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und den Einsatz erprobter Materialien, wie Griffbereit und Rucksack, zu verbessern,
  • qualifiziert mehrsprachige Elternbegleiterinnen dazu, Mütter und Väter aus unterschiedlichen Herkunftsländern aktiv in den Bildungsprozess ihrer Kinder einzubeziehen,
  • setzt individuelle Lernbegleiter/-innen und Lesepaten/-innen zur Förderung der Sprach- und Lernfreude ein,
  • begleitet Kindergärten bei der Dokumentation individueller Bildungs- und Lerngeschichten der Kinder,
  • organisiert Elterncafés für türkische und türkischsprechende Mütter, um gemeinsam mit der Jugendberufshelferin über Wege schulischer und beruflicher Anschlussmöglichkeiten zu sprechen,
  • arbeitet an der Verbreitung von Handwerkszeug, das hilft, Kinder von Beginn an besser zu fördern (z.B. Portfolioansatz über die Stärken und den individuellen Förderbedarf der einzelnen Kinder),
  • fördert die interkulturelle Öffnung der lokalen Bildungseinrichtungen,
  • arbeitet an der Stärkung einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft durch Vernetzung der Akteure und Ressourcen vor Ort unter Mitwirkung der Migranten/-innen.

Wer finanziert Integration Central?

  • Freudenberg Stiftung, Weinheim
  • Stadt Weinheim

Warum engagiert sich die Freudenberg Stiftung für Integration Central?

Integration Central ging aus dem „Projekt Weinheim“ hervor, das als bundesweit erste Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderfamilien (RAA) gilt und bereits 1979 auf Initiative des Unternehmens Freudenberg gegründet wurde. Die Freudenberg Stiftung unterstützt und begleitet Integration Central von Beginn. Am Standort von Firma und Stiftung soll eine Verantwortungsgemeinschaft aus Kommune,Land, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung, Beruf und gesellschaftlicher Teilhabe – unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, Geschlecht oder Behinderung – ermöglichen.

Kontakt

Integration Central
Koordinierungsstelle für Bildung, Sprache
und Interkulturelle Verständigung
Ulrike Süss
Bahnhofstr. 19 (Geb. Café Central)
D-69469 Weinheim
Tel. 0049-(0)6201-290-8988
Fax 0049-(0)6201-980-674
Email: Ulrike.Suess@bildungsbuero-weinheim.de
www.integrationcentral.de

Change Story

„Ich arbeite seit 9 Jahren als Elternbegleiterin für das Rucksack-Programm in Weinheim, anfänglich war meine älteste Tochter, heute 12 Jahre alt, noch in der KiTa, dann kam meine Mittlere und vor 2 Jahren mein kleiner Sohn Ich habe mich immer mit Freude dafür engagiert, dass meine Landsleute, also türkische Eltern, gut daran mitarbeiten, dass ihre Kinder einen guten Start ins deutsche Bildungssystem machen können und war froh, sie darin zu unterstützen. Anfänglich haben wir auch nur Mütter mit türkischem Hintergrund angesprochen, das war die größte Gruppe an unserer KiTa und ich habe mich sehr wohl damit gefühlt, die Elterngruppe in meiner Muttersprache halten zu können. Nun sind seit einiger Zeit aber ganz viele Kinder in der Sprachförderung, die eine andere Herkunftssprache mitbringen, ich wurde vor die Herausforderung gestellt, auch deren Mütter anzusprechen und für die Zusammenarbeit im Rucksack-Programm zu gewinnen. Das war eine große Umstellung, plötzlich reichten nicht mehr 2 Sprachen, also das Türkische mit den Müttern und das Deutsche mit der KiTa aus, nein, nun sprach ich noch englisch, aber vor allem mit Händen und Füßen. Nach ca. 2 Jahren der Umstellung und Werbung habe ich es zu einer Gruppe von über 10 Müttern gebracht, die aus 5 verschiedenen Herkunftsländern stammen, (Marokko, Bulgarien, Amerika, Schweden und der Türkei), viele Sprachen, aber auch andere Besonderheiten mitbringen. Wir verstehen uns trotz einiger sprachlicher Barrieren inzwischen sehr gut und vertrauen uns auch viel Privates an, die Mütter sind froh, sich gegenseitig kennen gelernt zu haben. So bin ich selbst gemeinsam mit meiner KiTa zu einer Frau geworden, die andere integriert und Zugänge für Eltern schafft, egal welcher Herkunft, und darauf bin ich richtig stolz!“ (Elternbegleiterin im Weinheimer Rucksack-Programm)