Business & Bildung e.V.

Business & Bildung fördert Eigeninitiative und Unternehmergeist bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und unterstützt Existenzgründungen im Kreativwirtschaftsbereich.

Was sind die Ziele?

Im Bereich Business werden Existenzgründer/-innen (Small-Business, Freie Berufe aus der Kultur- und Kreativwirtschaft) qualifiziert und begleitet. Ziele sind dabei die Förderung von nachhaltigen Gründungen sowie die dauerhafte Ansiedlung von Betrieben aus der Kultur-und Kreativwirtschaft.

Im Bereich Bildung, dem Kinder- und Jugendbereich, werden wirtschaftliche Instrumente zur Erreichung pädagogischer Ziele angewandt. Ziele sind die Förderung der Eigeninitiative, die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Kompetenzen (von der Grundschule bis zum Übergang Schule-Beruf) sowie die Förderung der beruflichen Gestaltungskompetenz.

Was macht der Business & Bildung e.V.?

  • berät bei der Aufstellung von Businessplänen,
  • organisiert Veranstaltungen und Seminaren zu rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen,
  • führt Wettbewerbe für Firmenideen, z.B. YoungBusiness-Wettbewerb als Teil des Übergangsmanagements Schule-Beruf durch,
  • qualifiziert Lehrkräfte und entwickelt Unterrichtseinheiten für den Aufbau und den Betrieb von Schüler- und Juniorenfirmen sowie für Lehrerfortbildungen und Mentorenschulungen.

Wer finanziert Business & Bildung e.V.?

  • Freudenberg Stiftung, Weinheim
  • Stadt Mannheim
  • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
  • Ministerum für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg (MFW)
  • Europäischer Sozialfonds

Warum engagiert sich die Freudenberg Stiftung für Business und Bildung e.V.?

Die Freudenberg Stiftung engagiert sich für den Business & Bildung e.V., weil der Verein als Alleinstellungsmerkmal einen Biografie begleitenden Ansatz verfolgt, der zum einen Kindern und Jugendlichen ökonomische Grundkompetenzen, Kenntnisse sowie Anreize für eine spätere berufliche Selbstständigkeit vermittelt und zum anderen erwachsene Gründer/-innen auf dem Weg in und durch die selbstständige Existenzgründung unterstützt.

Kontakt
Business & Bildung e.V.
Margot Römmich
Mittelstraße 42/Altes Volksbad
D-68159 Mannheim
Tel.0621-1562703
Fax 0621-1562705
mail@businessundbildung.de
www.businessundbildung.de

Der junge Artist

Der Wettbewerb um die beste Schülerfirmenidee an der Johannes-Kepler-Hauptschule in Mannheim wurde in der 8. Klasse vorgestellt. Marcel Gries, sofort begeistert von dieser Idee, meldete sich mit seinem Freund an. So spontan zu reagieren, passt zu seinem lebhaften Temperament: immer in Bewegung, immer auf der Suche nach Beschäftigung. Am liebsten ist ihm das Jonglieren und das Üben von kleinen Zauberkunststücken. In der Klasse hatte er es nicht leicht: Einerseits empfanden es manche Lehrkräfte schwierig, Marcel zur Beteiligung am Unterricht zu bewegen und sich zu konzentrieren, andererseits hatte er nicht sehr viele Freunde – die meisten anderen Jungs interessierten sich eher für Fußball oder Mädchen, nicht fürs Jonglieren.

Er selbst beschäftigt sich häufig mit seinen jüngeren Geschwistern und deren Freunden. Dabei ist ihm aufgefallen, dass es im Stadtteil für diese Zielgruppe keinerlei Wochenendangebote gab. In den Workshops für den Wettbewerb konkretisierte sich Marcels Idee, Feste für Kinder aus dem Stadtteil sonntagvormittags anzubieten. Die Begeisterung, die er für diese Idee „KidsWorld“ an den Tag legte, wurde deutlich. Er verfolgte seine Idee zielstrebig und überwiegend alleine. Sein Freund beteiligte sich zwar, aber mit geringerem Enthusiasmus.

Marcel vermochte es, trotz seiner Unruhe, konzentriert an den Workshops mitzuarbeiten. Für die Ausarbeitung einer Konzeption war er sogar bereit, über die Workshops hinaus Energie in sein Projekt zu stecken. Er entwickelte immer wieder neue Inhalte und Kreationen zur Verbesserung seine Geschäftsidee.

Bei der Abschlusspräsentation vor der Jury aus Wirtschaftsfachleuten gewann seine Idee „KidsWorld“ mit der Präsentation seiner Jonglierkunst den zweiten Platz. Die Klassenlehrerin, die Rektorin aber auch Marcel selbst waren überrascht. Und schnell wurde klar: Marcel wollte seine Idee umsetzen. Das Maß an Energie, über das er verfügte, konnte er nun in bester Weise einsetzen. Er machte die Erfahrung, dass er Anerkennung und positive Rückmeldung bekam. Der erste Auftrag – ein Fest mit 20 Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren – im Juni 2007 auf dem Sportplatz der Johannes-Kepler-Ganztagshauptschule war ein voller Erfolg. Marcel erwies sich als sehr geschickt und aufmerksam im Umgang mit Kindern: Dabei hatte er nicht nur sichtlich Freude, sie zum Spielen anzuregen, sondern auch Talent gezeigt, ein Programm zu gestalten: Er hatte die zeitlichen Abläufe festgesetzt, ein Gewinnspiel initiiert und trat selbst als Jongleur auf. Alle Kinder waren beschäftigt; Marcel hatte immer ein Gespür dafür, wann sie eine (neue) Beschäftigung brauchten und konnte bei Bedarf einfach was „aus dem Hut zaubern“. Endlich konnte er sein Bedürfnis, immer in Bewegung zu sein, voll und ganz befriedigen. Die Kinder, die Rektorin und Lehrerin waren begeistert von dem Engagement und dem Durchhaltevermögen. Marcel war am Ende der Veranstaltung zwar erschöpft, aber glücklich und sehr zufrieden mit sich und seinem Fest.