Die RAA in NRW feiern ihren 30. Geburtstag

In der Essener Zeche Zollverein feierten die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien mit etwa 500 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Bereits 1979 hatte die Firma Freudenberg den Prototyp der RAA am Firmenstandort in Weinheim entwickelt, um für Kinder und Jugendliche der damals so genannten Gastarbeiter bessere Bildungsabschlüsse zu ermöglichen. Zu dieser Zeit verließen 2/3 aller Jugendlichen aus Zuwandererfamilien die Schule ohne Abschluss. Aufgabe der RAA damals und heute war und ist, zu einer inklusiven Bildungsförderung und beruflichen Integration beizutragen. Von Anfang arbeiteten in der RAA Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen aus verschiedenen Herkunftsländern und entwickelten Handlungsansätze wie „Griffbereit“, „Rucksack“, das Rollenmodell der „Elternbegleiterin oder Stadtteilmutter“, Schülerclubs und mit der Übertragung der RAA nach Ostdeutschland Strategien zur Förderung demokratischer Kultur in Schule und Gemeinde wie z.B. „Mobile Beratungsteam“.

In NRW sind die inzwischen 27 RAA durch eine gesetzliche Grundlage in den Kommunen fest verankert; neue RAA werden voraussichtlich gegründet. Die insgesamt 46 RAA in Ost- und Westdeutschland sind in einer Bundesagentur zusammen geschlossen.

Freudenberg Stiftung und RAA sind eng mit einander verbunden: So sind die RAA derzeit Partnerin bei der Entwicklung und Umsetzung von Ansätzen zur Elternbeteiligung und Mehrsprachigkeitsförderung, bei der sozialräumlichen Bildungsförderung „Ein Quadratkilometer Bildung“, bei „Lernen durch Engagement“ und im Feld der schulischen Berufsorientierung und kommunalen Berufsintegrationspolitik.

Flyer: RAA in NRW