Preisträger verzichtet auf Sächsischen Förderpreis für Demokratie

Die Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie am 09. November 2010 in der Dresdner Frauenkirche endete in diesem Jahr mit einem Preisverzicht.

Bereits im Vorfeld des Auswahlverfahrens gab es Auseinandersetzungen mit dem sächsischen Innenministerium und der Staatskanzlei. Diese äußerten Bedenken hinsichtlich der Verfassungstreue vermeintlich linkextremer Kooperationspartner zweier nominierter Kandidaten: der Initiative Zivilcourage Hoyerswerda sowie des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Sächsische Schweiz (AkuBiZ) aus Pirna. Als Kompromiss unterzeichneten die Initiatoren des 2007 erstmals ins Leben gerufene Demokratiepreises (Amadeu Antonio Stiftung, Freudenberg Stiftung, Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Stiftung Frauenkirche) eine Zustimmungserklärung zur Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung, versäumten dabei aber „dafür Sorge (zu)t ragen, dass die als Partner ausgewählten Organisationen, Referenten etc. sich ebenfalls zu den Zielen des Grundgesetzt verpflichten.“ Als Reaktion darauf verzichtete der Preisträger AKuBiz auf das mit 10.000 € dotierte Preisgeld. Eine der Amadeu Antonio Stiftung nahe stehende Unternehmerpersönlichkeit spendete daraufhin spontan dem nominierten Hauptpreisträger 10.000 €.