Jahresforum der „Weinheimer Initiative“ in Hoyerswerda

Insgesamt 150 Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten aus deutschen Kommunen, Landkreisen und Städten u. a. kamen am 23. – 25. Februar 2011 in der ostsächsischen Stadt Hoyerswerda zu einer Jahrestagung zusammen, um sich dort den Themen Respekt und Solidarität sowie die individuelle Sichtweise auf die Jugendlichen am Übergang von der Schule in den Beruf zu widmen. Hoyerswerda ist eine der beteiligten Kommunen der im Jahr 2007 von der Freudenberg Stiftung initiierten Weinheimer Initiative. Diese vereint engagierte Expertinnen und Experten aus Kommunen, Betrieben, Stiftungen, Verbänden, Instituten und zivilgesellschaftlichen Projekten und fordert eine lokal verankerte Verantwortungsübernahme für Bildung, Ausbildung und Zukunftsperspektiven sowie eine Kommunale Koordinierung des Bildungsübergangs.

Der Weinheimer Oberbürgermeister Heiner Bernard, neben Stefan Skora, dem Oberbürgermeister von Hoyerswerda, einer der beiden Sprecher der „Weinheimer Initiative“, berichtete, dass Weinheim als erste große Kreisstadt in Baden-Württemberg zur „Bildungsregion“ erklärt wurde. Mit der Aufnahme in das Bundesprogramm, dem Kommunalen Übergangsmanagement unter der Leitung von Dr. Susanne Felger und der „Weinheimer Bildungskette“ übernimmt Weinheim in diesem Bereich eine Vorbildfunktion für weitere Städte und Gemeinden. Dr. Pia Gerber, Geschäftsführerin der Freudenberg Stiftung, fokussierte in einer Expertenrunde den Bildungsstandort Weinheim mit seiner Regionalen Jugendagentur Job Central und dem ehrenamtlich arbeitenden Unterstützerkreis Berufsstart.

Die Diskussion der Vertreterinnen und Vertreter aus Städten, Landkreisen, von Verbänden, Stiftungen und Gewerkschaften unter der Leitung des Dortmunder Sozialwissenschaftler Dr. Wilfried Kruse und wissenschaftlicher Koordinator der “Weinheimer Initiative” mündete in die „Hoyerswerdaer Erklärung“. Diese soll unter der Überschrift „Lehrstück Übergang“ darauf aufmerksam machen, dass es „nicht genügt, die jungen Leute an der Hand zu nehmen. Man muss sie in die Lage versetzen, eigene vernünftige Entscheidungen zu treffen“, so Dr. Wilfried Kruse. Die „Hoyerswerdaer Erklärung“ wird Ende März mit einem offiziellen Wortlaut veröffentlicht.

Für weitere Informationen siehe auch Presseartikel Sächsische Zeitung