Gründung der Hildegard Lagrenne Stiftung

Am Donnerstag, den 25. Oktober 2012, wurde nach der Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin im Andenken an die 2007 verstorbene Mannheimer Sintezza Hildegard Lagrenne die gleichnamige Stiftung für Bildung, Inklusion und Teilnahme von Sinti und Roma in Deutschland gegründet. Hildegard Lagrenne betätigte sich als KZ-Überlebende langjährig in der Bürgerrechtsbewegung und engagierte sich auf vielfache Weise als Zeitzeugin. Dafür wurde sie vom Land Baden-Württemberg und vom Bund ausgezeichnet.

Die neu gegründete Bildungsstiftung setzt sich aktiv ein für die Bildungs- und Inklusionsförderung von Sinti und Roma in Deutschland. Nach der 2011 von RomnoKher veröffentlichten Studie zur desolaten Bildungssituation deutscher Sinti und Roma hatten diese selbst verstärkt den Wunsch, dem Bildungsaufbruch dieser Gruppe eine organisatorische Heimat auf Dauer geben.

Das Gründungskapital der Stiftung stammt von insgesamt 21 Sinti und Roma, Männer und Frauen. Die Freudenberg Stiftung hat die Stiftungsgründung beratend unterstützt.