Rudolf-Freudenberg-Preis 2012

Der Rudolf Freudenberg-Preis, der seit 2005 vergeben wird, hatte 2012 die „Ausbildung und Qualifizierung in Integrationsfirmen“ zum Thema. Die Preisträger sind:

Die Preise in Höhe von je 2.500 € wurden am 13. Juni 2012 bei der Jahrestagung der Bundesarbeits- gemeinschaft der Integrationsfirmen (bag-if) in Bonn von Dr. Dorothee Freudenberg, Vorsitzende des Kuratoriums der Freudenberg Stiftung, und Dr. Fritz Baur, Vorsitzender der bag-if überreicht.

In seiner Laudatio betonte Dr. Richard Auernheimer, welch große Bedeutung es für die Inklusion von behinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat, wenn sie ihre Ausbildung in regulären Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes statt in Sondereinrichtungen absolvieren können. Die Jury hatte die schwierige Aufgabe, die Preisträger aus einer Reihe von guten Bewerbungen zum Thema „Ausbildung und Qualifizierung in Integrationsfirmen“ auszuwählen und sie nominierte schließlich 6 Bewerbungen. Neben den beiden Preisträgern sind dies:

Sie alle erfüllten nicht nur formal und inhaltlich die Anforderungen der diesjährigen Ausschreibung, sondern stellen ganz verschiedene nachahmenswerte Modelle für die Ausbildung und Qualifizierung behinderter Menschen außerhalb der Werkstätten in unterschiedlichen Berufen dar.

Herr Dr. Auernheimer würdigte besonders das langjährige Engagement der 1986 gegründeten Lebenswelten Restaurations GmbH in der Qualifizierung und Ausbildung schwerbehinderter junger Menschen. Er nannte die kontinuierlich steigendenden Ausbildungsplatzzahlen und die geringen Abbruchquoten in dem besonders attraktiven Betrieb und zeigte auf, dass die behinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach ihrer Prüfung vor der der IHK sehr gute Chancen in verschiedenen gastronomischen Berufen haben.

Das Hotel Regenbogenhaus gGmbH in Freiberg überzeugte die Jury durch sein inklusives Miteinander von Gästen und Mitarbeitenden und die gute Kooperation mit den umliegenden Förderschulen und anderen Akteuren im Landkreis Mittelsachsen. Der Beharrlichkeit des geschäftsführenden Ehepaares Drs. Kretzer ist es zu verdanken, dass es dort seit 2006 möglich ist, den Berufsbildungsbereich unter Nutzung des Persönlichen Budgets nach §17 SGB IX statt in einer WfbM in einem Integrationsunternehmen zu absolvieren.

Die Freudenberg Stiftung, die bag-if und die Jurymitglieder des Rudolf-Freudenberg-Preises bedanken sich bei allen Bewerbern herzlich für ihre Teilnahme und ihr Engagement zur beruflichen Integration behinderter Menschen. Den nominierten Projekten wünschen wir viele Nachahmer.

Die Ausschreibung für den Rudolf-Freudenberg-Preis 2013 wird allgemeiner gehalten und hat zum Thema „außergewöhnliche und übertragbare Geschäftsideen und –konzepte“. Die Freudenberg Stiftung und die bag-if erhoffen sich hiermit noch mehr Anregungen zur Förderung der Integration psychisch kranker Menschen in das Arbeitsleben.