Netzwerktreffen des Europäischen Stiftungszentrums zum Thema Kinder mit Migrationshintergrund in Brüssel

Unter dem Dach des Europäischen Stiftungszentrums (EFC) trafen sich am 4. und 5. Februar 2013 die von der Freudenberg Stiftung geleitete Interessensgruppe Kinder und Jugendliche und die unter der Leitung des Barrow Cadbury Trust stehende Interessensgruppe Diversity, Migration und Integration. Die beiden Gruppen sind erstmals zusammengekommen, um einerseits voneinander zu lernen und die Sicht zu schärfen, welche Kinder und Jugendliche besonders stark gefährdet sind und um auf der anderen Seite nachhaltige Interventionsmodelle vorzustellen, die aufzeigen, wie Kinder und Jugendliche in armutsbelasteten Zuwandererquartieren besser gefördert werden können.

Programm

Die Arbeitsgruppe Diversity, Migration, Integration stellte drei Kampagnen vor: „Picum“ setzt sich für die Rechte der Kinder ein, die keinen Pass haben. Die weltweite Kampagne „End Immigration Detention of Children“ will Regierungen beeinflussen, Jugendliche ohne Pass nicht ohne weiteres ins Gefängnis zu bringen. „Children on the move Initiative“ macht auf Kinder und Jugendliche unter 18 aufmerksam, die aus ihrer Heimat flüchten und unterwegs sind in ein anderes Land.

Die Arbeitsgruppe Children and Youth präsentierte drei Interventionsmodelle: „Primano“ ist ein Frühförderkonzept der Stadt Bern mit dem Fokus auf sozio-ökonomisch benachteiligte Kinder, das mit Unterstützung der Jakobs Stiftung inzwischen bedarfsdeckend eingeführt wurde. „Parrainage“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Frankreich, um jungen Menschen meist mit Migrationshintergrund den Weg ins Arbeitsleben zu ebnen. Ein Quadratkilometer Bildung ist ein auf 10 Jahre angelegtes Interventionsprogramm der Freudenberg Stiftung zur Bildungsförderung in benachteiligten Quartieren, das sich beispielsweisein Berlin-Moabit u.a. auf die Förderung von Roma-Kindern konzentriert.

Neben dem inhaltlichen Austausch war die Erkenntnis, dass eine vertiefte Beschäftigung mit den jeweiligen Stiftungsstrategien, den Erfolgen und Misserfolgen, besser hilft, voneinander und miteinander zu lernen.