„Getting your voice heard - Storytelling and Social Change”

Auf Einladung des Europäischen Stiftungszentrums EFC stellte das Community art Center Mannheim am zweiten Tag des europäischen Stiftungstreffens in Sarajewo einen Ausschnitt seiner Arbeit vor. Im Fokus stand das Thema „Getting your voice heard – Storytelling and Social Change”.

An drei Praxisbeispielen machte Annette Dorothea Weber deutlich, wie durch künstlerische Transformation von biografischen Geschichten und deren Projektion in den öffentlichen Raum Selbst- und Fremdwahrnehmung diskriminierter Gruppen positiv verändert werden können. Da war die berührende Fluchtgeschichte eines jungen irakischen Kurden über den reißenden Fluss in einem Lastwagen mit Zwischenstation in einem Teehaus in der Türkei und die Musik eines von ihm verehrten Sängers, die ihm ermöglichte, das Träumen nicht zu verlernen. Oder die biografischen Collagen aus dem Erzählprojekt „Home“, der Interviews von Dorle Schimmer mit 60 Menschen aus der Neckarstadt-West vorausgingen.

Aus Geschichten wird Geschichte, aus Biografien kollektives Bewusstsein eines Stadtviertels, einer Stadtgesellschaft und mittels virtueller Kommunikation über die geografischen Grenzen hinaus. Die Kraft des künstlerisch gestalteten Geschichtenerzählens entfaltete sich auf eigene Weise bei diesem Treffen in einer Stadt, in der noch heute die Kriegswunden in vielen Erzählungen der Überlebenden spürbar sind.

Künstler-/innen können ein Medium sein für Vernachlässigtes oder Verdrängtes, wenn sie hinhören und sich zuwenden. Wenn sie wesentliche Probleme wie Flucht, Vertreibung, Ausgrenzung, Bewältigungsstrategien, Träume der von Ausgrenzung betroffenen Menschen zum Thema machen, wird ihre Kunst politisch wirksam, indem sie das Ausgegrenzte mit künstlerischen Mitteln hineinholen in die Mitte der Gesellschaft.

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