Jahrestagung europäischer Stiftungen in Sarajevo, 15. - 17. Mai 2014

Die Freudenberg Stiftung hat sich auch dieses Jahr mit eigenen Beiträgen bei der jährlich stattfindenden Konferenz der europäischen Stiftungen eingebracht. Unter dem Motto “Rethinking Europe” fand die Tagung in Sarajevo statt, der noch immer von den Kriegsfolgen geprägten Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina.

Anliegen, für die sich die Freudenberg Stiftung dabei besonders engagiert hat, waren zum einen die Suche nach Partnerstiftungen für das europaweite Monitoring von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, einem Beobachtungsinstrument für die Demokratiequalität von Gesellschaften, das die Bielefelder Forschergruppe um Professor Wilhelm Heitmeyer und Professor Andreas Zick entwickelt haben. Gerade angesichts des zunehmenden Rechtspopulismus in vielen europäischen Gesellschaften machen sich die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, die Amadeu Antonio Stiftung mit der Freudenberg Stiftung hierfür stark. Zum anderen hat die Freudenberg Stiftung aufgezeigt, welchen Beitrag zur Herstellung demokratischer Kultur Community art , insbesondere Storytelling, leisten kann. Indem zum Beispiel unbekannte Geschichten von jugendlichen Flüchtlingen an öffentlichen Orten künstlerisch transformiert präsentiert werden, können sie Vorurteile und Rassismus abbauen helfen. Zugleich war die Gewinnung von Stiftungen für das von der Freudenberg Stiftung geplante Netzwerk west- und osteuropäischer Städte, die sich vorbildlich für die Inklusion von Minderheiten einsetzen, weiteres zentrales Thema eines Gespräch des Forum for Roma Inclusion.

Die Freudenberg Stiftung engagiert sich seit 1999 zusammen mit anderen Stiftungen für eine starke integrative Zivilgesellschaft und demokratische Schulen in Bijeljina und Tuzla, beides Städte nordöstlich von Sarajevo. Allein im Kanton Tuzla sind viele Bewohner-/innen Opfer von über 1000 Erdrutschen geworden, die Folge der starken Regenfälle der letzten Tage waren. In Bijeljina stehen viele Häuser unter Wasser, die Schäden sind noch nicht abzusehen. Die Freudenberg Stiftung unterstützt die lokalen Partner bei der Bewältigung der Katastrophe.