Jahrestreffen des Weinheimer Unterstützerkreises Berufsstart (WUB)

Den möglichst chancengleichen Zugang zu Bildung, Ausbildung und dadurch zu einem selbstbestimmten Leben zu ermöglichen, das ist eine kommunale Aufgabe, deren Erfüllung dem Bild einer kommunalen Verantwortungsgemeinschaft sehr nahe kommt. Der Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart WUB arbeitet an dieser Erfüllung im Rahmen unserer Bildungskette und als Partner der Kommunalen Koordinierung am Übergang Schule-Beruf in ganz besonderer Weise mit.” So lauteten die wertschätzenden Worte von Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard bei der Jahrestagung des WUB im Hermannshof. Gerade im Kontext des Übergangs von der Schule ins Berufsleben, dem großen Anliegen des WUB, spreche er gerne von der “Stadt als einer kommunaler Verantwortungsgemeinschaft”, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Im Weinheimer Jubiläumsjahr, das der Phase der Stadtwerdung gewidmet ist, beschäftige man sich viel mit den Eigenschaften einer Stadt und dem, was sie als Gemeinwesen ausmacht. Der Schlüsselbegriff der “Kommunalen Verantwortungsgemeinschaft” bedeute daher beispielsweise, dass “wir unter dem Dach unserer Stadt nicht nebeneinander her leben, sondern aufeinander achten. Dass wir die Schwachen schützen, sie an der Hand nehmen und begleiten. So wie es der WUB seit Jahren tut.” Bürgerschaftliches Engagement, wie es im WUB gelebt wird, sei mit Sicherheit “ein Merkmal einer modernen humanistischen Stadtgesellschaft”. Den möglichst chancengleichen Zugang zu Bildung, Ausbildung und dadurch zu einem selbstbestimmten Leben zu ermöglichen, das sei eine kommunale Aufgabe, deren Erfüllung dem Bild einer kommunalen Verantwortungsgemeinschaft sehr nahe kommt, so der OB. Auch Dr. Dorothee Freudenberg, die Kuratoriumsvorsitzende der Freudenberg Stiftung, begrüßte den WUB in den Räumen des Hermannshofes und begleitete die Jahresversammlung. In der Tat ist der WUB in 14 Jahren Tätigkeit zu einem wertvollen Glied der Weinheimer Bildungskette geworden, wie auch WUB-Sprecher Prof. Dr. Hansjörg Weitbrecht in seinem Jahresbericht belegen konnte.

“Die Bildungskette”, bescheinigte er, “hat eine hohe Reputation im Land und in der Republik erreicht, dabei wird besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche mit riskanten Bildungsbiografien und schlechteren Ausbildungschancen gelegt, die an den Bildungsübergängen und besonders am Übergang Schule-Beruf Gefahr laufen, verloren zu gehen. Die Bildungskette gibt dem WUB Sicherheit und umgekehrt auch”. Er berichtete von zahlreichen Projekten, vor allem aber von persönlichen Betreuungen das ganze Jahr über. “Wir definieren unseren Erfolg nicht nur an den erreichten Ausbildungsverträgen”, betonte er, “sondern an allen Fortschritten, die wir mit Jugendlichen auf dem Weg ins Berufsleben erreichen. Dazu gehören auch die Verbesserung der Schulnoten, die mithilfe der Lernpaten erreicht werden.” Weitbrecht betonte, dass die Erfolge des WUB vor allem auf die Kooperationen mit anderen Partnern der Stadt fußen, insbesondere den Schulen, dem Bildungsbüro, der Kommunalen Koordinierung am Übergang Schule/Beruf und der Regionalen Jugendagentur Job Central. “Job Central ist unser wesentlicher Rückhalt”, beschrieb er. Frank Bausch (DBS-Werkrealschule) und Timo Tuschlig (Johann-Philipp-Reis-Schule) stellten sich als neue Weinheimer Schulleiter vor. Dr. Susanne Felger, verantwortlich für die Kommunale Koordinierung des Übergangs von Schule zu Beruf, berichtete von schulpolitischen Plänen in Baden-Württemberg, die sich konkret auf den Übergang Schule/Beruf auswirken werden. Der Bildungsstandort Weinheim solle dabei wieder einmal eine zentrale Rolle einnehmen. Sabine Beckenbach von Job Central stellte schließlich noch neue Paten vor, die sich im WUB engagieren. Dies sind Britta Dorn, Herbert Ewerhardy, Tina Haas, Joachim Huppert, Andrea Reitermann, Kurt Schnaithmann und Christina Ukas.

Presseerklärung