Knotunknot – eine soziale Choreographie zum Thema Immigration

Ein Polizist, eine Asylsuchende, ein Künstler und eine Kiezmutter sitzen gemeinsam an einem Tisch. Sie sprechen über ihre Herkunft, über Migration und das, was sie in diesem Zusammenhang umtreibt. Einwanderung hat Folgen für die Gesellschaft im Großen, für jede/n Einzelne/n im Kleinen. Sie verändert Gewohntes und Alltag und stellt jeden in unterschiedlicher Art und Weise vor Herausforderungen.

Für alle Interessierte offen brachte das Projekt Knotunknot im März in Berlin und Eberswalde rund 100 Teilnehmende unterschiedlicher sozialer Herkunft und unterschiedlichen Glaubens zusammen, um zum Thema Einwanderung miteinander in einen Dialog zu treten. Das Format von Dana Caspersen und William Forsythe von der Forsythe Company, Frankfurt am Main, ist eine soziale Choreographie. Sie verbindet Bewegung, Gespräch und Bildende Kunst miteinander.

Die verbalen und nonverbalen Dialoge und Interaktionen, sollen nicht Übereinstimmung forcieren oder gar überzeugen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden erkennen, wo und wie sie in Beziehung zueinander stehen und wie die Lebens- und Erfahrungswege des Gegenübers verlaufen sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen fanden sich teils in unerwartet intimen Gesprächen mit Personen wieder, die sie gerade erst kennenlernten. Sie sprachen über Dinge, an die sie zuvor keinen Gedanken verschwendet hatten und erkannten bei scheinbar gleicher Religion oder Tradition ihre Vielfalt.

Knotunknot wurde durch die Freudenberg Stiftung, die Bürgerstiftung Barnim, die Academy of Visual Arts, Frankfurt, die Forsythe Company, KURINGA und private Spenden gefördert und in Eberswalde in Kooperation mit der Initiative Tolerantes Eberswalde realisiert.

http://www.theforsythecompany.com/knotunknot.html