„Zigeuner-Boxer“ in RomnoKher

Ruki ist der beste Boxer im Club. Der spektakuläre Stil des „Zigeuner-Boxers“ begeistert – also versucht er es in Berlin. Seinem Freund Hans fällt der Abschied schwer. Durch den Sport wurden die beiden enge Freunde. Das Boxen verbindet sie über die Entfernung hinweg und führt sie immer wieder zusammen, wird ihnen aber schließlich in Zeiten des Nationalsozialismus zum Verhängnis.

Das Community art Center Mannheim (CaC) und RomnoKher luden zur Premiere des Theaterstücks „Zigeuner-Boxer“ ins Kulturhaus ein. Das Stück beruht auf der wahren Geschichte des Boxers Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann. Ein Ausnahme-Talent, dem die Teilnahme an Olympia 1928 aufgrund seiner sinto-deutschen Wurzeln verwehrt wurde. Auch der Titel als Deutscher Meister im Halbschwergewicht 1933 wurde nicht anerkannt. Sein Boxstil sei „undeutsch“, hieß es damals. Erst 70 Jahre später wurde diese Entscheidung revidiert. Trollmann wurde 1944 im KZ Wittenberge ermordet.

Über die fiktive Figur „Hans“ gelingt es der Autorin, Rike Reiniger, eine Geschichte über Freundschaft zu erzählen, in der Mut, aber auch Umgang mit Schuld eine zentrale Rolle spielen. Auch deswegen eignet sich das Stück für Schulen. Regisseurin und künstlerische Leiterin des CaC, Annette Dorothea Weber, konzipierte den „Zigeuner-Boxer“ als Klassenzimmerstück ab 8. Klasse. Am 15. und 16. Januar 2015 wird das Stück für interessierte Lehrer um je 19:00 Uhr im Kulturhaus RomnoKher, B7/16 in Mannheim gezeigt.

Hier geht’s zum Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=83hIbmQEt3M