Gastmahl: Kunst trifft Bildung

Wie können Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft mit Kunst in Berührung kommen? Was ist das Besondere an Kunstprojekten für und mit Kindern und Jugendlichen? Wie können KiTas oder Schulen gut mit Kunstschaffenden zusammenarbeiten? Und wann hilft Kunst Kindern und Jugendlichen dabei, ihre eigenen Stärken und die anderer zu entdecken?

Freudenberg Stiftung, Stadt Weinheim und Bürgerstiftung Weinheim luden zum Gastmahl Kunst trifft: Bildung in den Weinheimer Schlosspark ein, um zu diesen und weiteren Fragen zu sprechen.

Das Gastmahl ist ein inszenierter Dialog des Künstlerduos Illig & Illig. In einem kommunikativen Dinner, das selbst eine Kunstform darstellt, traf sich Kunst mit Bildung in Form ihrer Akteure. Eingeladen unter einen weißen im Abendwind wehenden Baldachin waren Weinheimer Kunstschaffende und Pädagogen/-innen aus KiTas und Schulen, aber auch aus dem Bildungsbüro Weinheim, der Schulsozialarbeit, der Volks- und Musikschule, auch Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard und die Kulturorganisatoren der Stadtverwaltung nahmen an der Tafel Platz.

Neben Essengängen aus gekühlter Gazpacho, Gemüsespieß und Bulgur mit pikanter Gemüsesoße, gab es immer wieder „Gedanken-“ und „Bewegungsgänge“. Kulturschaffende und Pädagogen/-innen tauchten in den Dialog ein, diskutierten über die schönen und mühsamen Seiten ihrer aktuellen Projekte und suchten Gemeinsamkeiten. Einmal durften die Gedanken sich von Ballast befreien, in dem Ärgerlichkeiten auf ein Papier in Blattform verbannt wurden, um sogleich als Kompost für neue Blüten der Arbeit zu dienen. Die Teilnehmenden pflanzten ihre Projektblumen in die Wiese und ließen anschließend ihre Gedanken und Visionen zu Kunst trifft: Bildung auf Papierfliegern über die Schlossparkwiese segeln.

Der Kontakt wuchs geradezu spielerisch, und man kennt sich nun – hat sich an einen Tisch gesetzt. Dass Kunst und Bildung zwei Partner sind, die oft gemeinsame Ziele verfolgen, war als Fazit nicht neu. Kunst traf Bildung – und beides stieß auf offene Ohren bei den Stiftungen und der Stadt.

Fotos: Gunnar Fuchs, Lea Hoffmann