Mediendienst Integration feiert 1.000 Tage

Die Themen Flucht und Asyl stehen aktuell im Mittelpunkt von Politik und Medien. Täglich kommen neue Informationen zu ankommenden Geflüchteten oder Gesetzesänderungen. Unterstützung bei der Berichterstattung bekommen Journalistinnen und Journalisten beim Mediendienst Integration (MDI), der für sie unter anderem

  • wissenschaftliche Daten für die Berichterstattung online aufbereitet,
  • Experten vermittelt und
  • Hintergrundgespräche organisiert.

Seit über 1.000 Tagen ist der Mediendienst Integration online. Mit einer Feier in Berlin unter Beteiligung von Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz, diskutierten Medienvertreterinnen und -vertreter darüber, wie sich die Berichterstattung über das Einwanderungsland Deutschland verändert hat. Was gut läuft, aber auch, wo Medienschaffende genauer hinschauen könnten.

Die Gäste auf dem Podium waren sich einig: Die Berichterstattung über das Einwanderungsland Deutschland hat sich verbessert – auch mithilfe des MDI. Selbstkritisch mit der eigenen Haltung zu Themen, über die man berichtet umzugehen, Fehler in der Berichterstattung transparent zu machen und zu korrigieren, sind für sie wichtige Leitlinien.

Zentrale Themen der Migrationsgesellschaft im Blick

Nach wie vor gibt es aber nach Meinung einiger genug zu tun. Medienschaffende sollten sich nicht nur auf die Positiv- und Negativbeispiele von Eingewanderten konzentrieren, sondern die vermeintlich “langweilige” Mitte kennenlernen, wie Yassin Musharbash von DIE ZEIT betonte. Über sie werde ein realistischerer Blick auf die Gesellschaft möglich. Für Ferda Ataman, Leiterin des Mediendienst Integration, ist Aufgabe von Medienschaffenden, wichtige Themen in der Migrationsgesellschaft vorausschauend im Blick zu behalten. So spiele Bildung außer im Kontext Flucht derzeit kaum eine Rolle und das, obwohl Bildung und Teilhabe für ein Einwanderungsland zentral seien.

Mit dem Mediendienst Integration und dem CIVIS-Medienpreis setzt sich die Freudenberg Stiftung dafür ein, dass Medien differenzierter berichten, die Vielfalt in der Einwanderungsgesellschaft sichtbar wird und Einwanderer zu Wort kommen. Die Freudenberg Stiftung unterstützt gemeinsam mit der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung und weiteren den MDI seit Beginn an.

Wir gratulieren dem Team herzlich zu den ersten 1.000 Tagen!

Welche Rolle spielen Medien im Kontext Migration und Integration? Vor welchen Herausforderungen stehen Medienschaffende? Und wie hilft ihnen der Mediendienst Integration? In einer Festschrift beschäftigen sich Journalistinnen und Journalisten aus dem MDI-Fachbeirat mit diesen und weiteren Fragen.

Fotos: Thomas Lobenwein