Preisverleihung "Lernen durch Engagement für Chancen im Beruf"

Wie kann man mit Lernen durch Engagement gezielt die Berufsorientierung und ausbildungsrelevante Kompetenzen von Schüler/-innen stärken? Mit dem Wettbewerb “Lernen durch Engagement für Chancen im Beruf” machten sich die Deutsche Bahn Stiftung und die Freudenberg Stiftung auf die Suche nach Projektideen.

Fünf Schulen aus dem bundesweiten Netzwerk Service-Learning – Lernen durch Engagement (LdE) wurden in Berlin ausgezeichnet. Lehrer/-innen und Schüler/-innen der Goethe-Oberschule Kremmen, der Kurt-Tucholsky-Schule Flensburg, der Berufsbildenden Schule V Halle/Saale, der Schenkendorf Schule Freiburg und der Berufsbildenden Schule Anhalt-Bitterfeld freuten sich über jeweils 750 Euro Preisgeld.

Der Wettbewerb ist Teil des neuen Kooperationsprojekts “Lernen durch Engagement für Chancen im Beruf”, das die Freudenberg Stiftung und die Deutsche Bahn Stiftung seit Mai 2015 gemeinsam durchführen. Ziel ist es, mit Lernen durch Engagement die Berufsorientierung und den Erwerb ausbildungsrelevanter Kompetenzen von Jugendlichen zu stärken.

Bei Lernen durch Engagement wird schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement von Schüler/-innen verbunden. Erste Einblicke, wie dies mit dem besonderen Fokus auf “Chancen in Beruf” gelingen kann, zeigen die jetzt in Berlin prämierten innovativen LdE-Vorhaben. Bei der Preisverleihung, die in den Räumen der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof stattfand, stellten die Schüler/-innen ihre LdE-Vorhaben mit einer Präsentation und in einer selbst gestalteten Ausstellung vor: Im Projekt “VeloSchenkendorf” der Schenkendorf Förderschule Freiburg z.B. betreiben Schüler/-innen eine Fahrradwerkstatt und reparieren alte und kaputte Fahrräder für den Verkauf in Freiburg. Zahlreiche weitere Zweiräder spenden die Schüler/-innen gemeinsam mit dem Erlös aus dem Verkauf für z.B. Projekte in Ghana, Gambia, Burkina Faso und Kenia. Das Handwerkszeug für dieses Engagement erwerben die Förderschüler/-innen im Technik- und Deutschunterricht sowie im Fach “Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit”, wo sie die Grundlagen der Mechanik, Reparatur sowie der Buchhaltung und Rechnungserstellung kennenlernen.

In Sachsen-Anhalt engagieren sich die Schüler/-innen der Berufsschule Anhalt-Bitterfeld für jüngere Schüler/-innen einer benachbarten Sekundarschule, indem sie ihnen Einblicke in die Welt der dualen Ausbildung ermöglichen. Das LdE-Projekt “Expertentag”, das im Sozialkunde-Unterricht verankert ist, entstand durch einen Bedarf an Transparenz und Information, um die Abbruchquoten von Azubis im ersten Ausbildungsjahr zu senken. Die Berufsschüler/-innen in Ausbildung fungieren dabei als Paten für Sekundarschüler/-innen, die Interesse an einer Ausbildung haben. So beantworten sie zum Beispiel Fragen zur dualen Ausbildung, zu ihren eigenen Ausbildungsberufen und geben Tipps für die Bewerbung, so dass die Schüler/-innen besser vorbereitet den Übergang von der Schule in den Beruf meistern können.

Wir gratulieren den Schulen herzlich und danken allen für die Teilnahme!