Rudolf-Freudenberg-Preis für LKS gGmbH

Die gemeinnützige GmbH Lippischer Kombi-Service (LKS) erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Rudolf-Freudenberg-Preis. Neben dem Detmolder Integrationsunternehmen wurden vier weitere Firmen für ihre inklusiven Geschäftskonzepte ausgezeichnet.

Als Laudatorin fand Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die richtigen Worte, um das besondere Engagement des Hauptpreisträgers aus Detmold zu würdigen: „Sie leisten einen bedeutenden Beitrag zur Lösung aktuell großer Herausforderungen in Deutschland“. Die LKS gGmbH zeichnet sich durch ihr starkes Engagement in der “Flüchtlingskrise” aus. Sie organisiert die Verpflegung in Flüchtlingsunterkünften, sorgt für deren Reinigung und verbindet dies mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit schweren Behinderungen. „Indem sie tagtäglich unter Beweis stellen, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur Hilfe empfangen, sondern auch Hilfe leisten, tragen sie zu einem wichtigen Bewusstseinswandel bei”, ergänzte Bentele.

Neben der LKS gGmbH wurden die auticon GmbH aus Berlin, die FDS GmbH aus Flensburg, die Haseler Mühle GmbH aus Neunkirchen und die weserwork gGmbH aus Bremen für ihre innovativen Geschäftskonzepte mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Rudolf-Freudenberg-Preises und des 30-jährigen Bestehens der bag if fand die Veranstaltung in diesem Jahr im Kleisthaus des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Berlin statt. Unter den rund 80 Gästen waren neben Vertreterinnen und Vertretern aller fünf ausgezeichneten Unternehmen auch hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die von Dr. Fritz Baur (Vorsitzender bag if) und Dr. Dorothee Freudenberg (Kuratoriumsvorsitzende, Freudenberg Stiftung) durch die Veranstaltung geführt wurden.

Der Rudolf-Freudenberg-Preis erinnert an den Sozialpsychiater Dr. Rudolf Freudenberg, der in der NS-Zeit nach England emigrieren musste und als Wegbereiter für die arbeitsorientierte Reform der Psychiatrie gilt. Er wird jährlich für beispielgebende Geschäftskonzepte in Integrationsunternehmen vergeben. Die Freudenberg Stiftung will mit der Auslobung des Preises psychisch kranken Menschen einen Weg (zurück) ins Leben und in die Teilhabe an der Gesellschaft aufzeigen und ermöglichen. Der Wettbewerb versteht sich als Teil der Bemühungen, die Inklusion im Sinne der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung voranzutreiben.

Zur Pressemitteilung der Preisverleihung geht es HIER.

Unter dem Motto „Nachhaltige Geschäftskonzepte” läuft die Ausschreibung für den Rudolf-Freudenberg-Preis 2016 noch bis zum 26. Februar 2016. Weitere Informationen HIER.

Dr. Dorothee Freudenberg (Erste von links), Verena Bentele (Dritte von links) und Dr. Fritz Baur (Vierter von links) mit Vertretern aller ausgezeichneten Unternehmen

Fotos: Bag-if