20.03.2016

Film-Preview zu Bosnien-Herzegowina - Kriegsbeginn, Kriegsende...?

Das COMMUNITYartCENTERmannheim (CaCm) zeigt im Theater-Installations-Projekt “Was machen wir mit unserem TraumA?” die theatralisierte Geschichte eines Mädchens aus Prijedor. Ena ist gerade erst 9 Jahre alt, als im auseinanderfallenden Jugoslawien ein brutaler Krieg beginnt. Ihre Geschichte steht stellvertretend für unzählige Kriegs- und Fluchtgeschichten – damals und heute.

Foto: COMMUNITYartCENTERmannheim Foto: COMMUNITYartCENTERmannheim

Das Trauma ihrer Kindheit begleitet Ena noch immer. Vor 20 Jahren wurden die Kriegshandlungen mit dem Daytoner Vertrag beendet. Doch die Massaker von Prijedor werden weiter verdrängt. Mit mehreren Begleitveranstaltungen zum Stück will das CaCm auf die Wichtigkeit von Auseinandersetzung und Aufarbeitung des Krieges in Bosnien und Herzegowina, aber auch in Deutschland aufmerksam machen. Gast der ersten Veranstaltung war Autor und taz-Auslandskorrespondent für die Balkanstaaten, Erich Rathfelder.

Ergänzend zu diesem Gespräch zeigte das CaCm nun erstmals in Deutschland Rathfelders Dokumentarfilm “Die Erde ist hart und der Himmel ist hoch”. Der Film arbeitet die Massaker von Prijedor journalistisch auf und zeigt die aktuelle Situation in Bosnien und Herzegowina. Er macht klar: Werden die Gräueltaten weiterhin verdrängt und nicht aufgearbeitet, ist die Zukunft des Landes ungewiss.

Die rund 25 Gäste des Abends – teils mit eigener Fluchtgeschichte – setzten sich in anschließenden Gesprächen gegen das Verdrängen, für die Auseinandersetzung und damit eine Perspektive der Versöhnung ein.

Hintergründe zum Film HIER.

Fotos: COMMUNITYartCENTERmannheim