20.03.2018

Jahrestreffen des Weinheimer Unterstützerkreises Berufsstart (WUB) 2018

Das diesjährige Jahrestreffen des Weinheimer Unterstützerkreises Berufsstart (WUB) am 20.März fand am Internationalen Tag des Glücks statt – ein passender Zufall, wie Dr. Rainer Kuntz, Vorsitzender des WUB, zur Begrüßung herausstreicht: Schließlich gelingt es den WUB-Patinnen und -Paten immer wieder, in der Begleitung junger Menschen Erfolgsmomente – Glücksmomente – zu erleben.

WUB-Vorsitzender Dr. Rainer Kuntz berichtete über Entwicklung und Vorhaben des WUB. (Foto: Freudenberg Stiftung) WUB-Vorsitzender Dr. Rainer Kuntz berichtete über Entwicklung und Vorhaben des WUB. (Foto: Freudenberg Stiftung)

An vier Weinheimer Hauptschulen begleiten derzeit 29 Ehrenamtliche des WUB Jugendliche mit schulischer Lernunterstützung oder helfen bei der Ausbildungsplatzsuche. Das Jahrestreffen im Hermannshof war wieder einmal Anlass für die WUB-Pat*innen und ihre zentralen Kooperationspartner*innen, um sich auf Einladung der Freudenberg Stiftung gegenseitig auszutauschen, Bilanz zu ziehen und Perspektiven aufzuzeigen sowie aus der Praxis zu berichten.

Bei seiner Gründung im Jahr 2000 hatte der WUB zunächst das Ziel, die hohe Arbeitslosigkeit von Hauptschulabgänger*innen zu senken. Mittlerweise geht sein Auftrag weit darüber hinaus, wie OB Bernhard mit Blick auf die Entwicklung des WUB betonte, und zielt nicht mehr nur auf eine bloße Vermittlung in Ausbildung und Arbeit, sondern auf eine umfassende Lern- und Persönlichkeitserziehung. Angegliedert bei der Regionalen Jugendagentur Job Central, hat sich der WUB als Fachstelle für Ehrenamt am Übergang Schule-Beruf als nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Weinheimer Bildungskette etabliert.

Andreas Freudenberg bedankte sich im Namen der Freudenberg Stiftung bei den Ehrenamtlichen. (Foto: Freudenberg Stiftung) Andreas Freudenberg bedankte sich im Namen der Freudenberg Stiftung bei den Ehrenamtlichen. (Foto: Freudenberg Stiftung)

Die Pat*innen unterstützen die Jugendlichen dabei, ihre beruflichen Pläne zu verwirklichen, aber auch unerreichbare Träume in realistische Alternativen umzuwandeln. Die vorgestellten Fallbeispiele aus der Praxis machten deutlich: Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für alle Jugendliche eine herausfordernde Zeit, für Heranwachsende mit schwierigen Biografien umso mehr. Daher ist die langfristige Übernahme von Verantwortung durch die Pat*innen, die „dranbleiben, wo andere aufgeben“, so wesentlich, wie Andreas Freudenberg, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Freudenberg Stiftung, betonte.

Die Bilanz des Jahres 2017 und der Ausblick auf das Jahr 2018 zeigte: der WUB ist in Bewegung, investiert mit innovativen Fortbildungsformaten in die Qualifizierung seiner Pat*innen sowie in die eigenen Organisationsprozesse – und ist immer auf der Suche nach neuen Pat*innen, ein Zeichen dafür, wie sehr deren Arbeit gebraucht und angenommen wird.
Zum Abschluss des Jahrestreffens stellte Dr. Annette Schulze von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in ihrem Vortrag die Frage: „Digitales Lernen – Zukunft oder bereits Alltag für die Generation Y?“. Schulze gab praktische Beispiele, wie die Pat*innen digitale Medien wie Whatsapp, Snapchat oder Youtube-Videos bei ihrer Lernbegleitung der digitalen Generation und zur eigenen Vernetzung nutzen, aber auch, wie sie die Jugendlichen dabei unterstützen können, digitale Medien nicht nur anzuwenden, sondern sich kritisch und kompetent im digitalen Raum zu bewegen und zukunftsorientierte Kompetenzen zu erwerben.

Anerkennend lässt sich feststellen: Der WUB, obwohl inzwischen eine traditionsreiche Institution, geht mit seiner Zeit und leistet mit engagiertem Ehrenamt einen wesentlichen Beitrag dafür, dass in Weinheim inklusive Bildung als gemeinschaftliche kommunale Aufgabe modellhaft gelebt werden kann.

Die Freudenberg Stiftung unterstützt den Weinheimer Unterstützerkreis Berufsstart mit der Fachstelle zur Unterstützung des WUB bei Job Central, die durch Sabine Beckenbach ausgefüllt wird.