Förderrichtlinien seit 1984

  • Die Freudenberg Stiftung initiiert und fördert Projekte. Sie versteht sich als operative und fördernde Stiftung.
  • Projekte der Freudenberg Stiftung sollen in gesellschaftlichen Bereichen initiiert werden, wo wirtschaftliche, kulturelle und soziale Benachteiligung oder Diskriminierung festzustellen ist und wo die negativen Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklung (z. B. durch technisch-industriellen Fortschritt, Bürokratisierung, Fehlentwicklungen und Abbau sozialer Dienste) besonders spürbar werden. Mit Vorrang sollen daher Projekte der direkten Förderung benachteiligter Randgruppen und kultureller Minderheiten dienen.
  • Solche Projekte sollen allerdings nicht im Sozialpflegerischen stecken bleiben. Vielmehr zielen sie auf die Anregung bürgerschaftlicher Anteilnahme und Mitverantwortung. Im Falle kultureller Minderheiten sollen sie das Recht auf Entfaltung eigener kultureller Identität stützen helfen. Solche Forderungen sollen den Projekten Aktualität geben und in beispielhaften Maßnahmen zur Durchsetzung verhelfen.
  • Vorrangig zu fördern sind dezentrale Initiativen auf örtlicher Ebene.
  • An den zu fördernden Vorhaben sollten andere, vor allem kommunale und gegebenenfalls auch staatliche Stellen beteiligt oder durch Stiftungsinitiativen zur Kooperation gewonnen werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen wird angestrebt.
  • Bei der Förderung sollen solche Projekte und Maßnahmen bevorzugt werden, die sich auf die Hilfe zur Selbsthilfe, auf Selbstorganisation, Förderung der Eigeninitiative und auf Stimulierung ehrenamtlichen Engagements richten, die zur Öffnung und Kooperation öffentlicher und privater Einrichtungen der Bildung, Ausbildung, Weiterbildung sowie begleitender sozialer und psychologischer Hilfe führen und neue Ideen aufgreifen, die internationale Erfahrungen mit einbeziehen.
  • Die Freudenberg Stiftung fördert bevorzugt Projekte, die zu übertragbaren organisatorischen Modellen führen.
  • Die Projekte sollen in erster Linie auf praktische Wirksamkeit zielende Vorhaben sein; dabei sollen sie jedoch Forschungsergebnisse nutzen, wissenschaftlich beraten und ausgewertet werden.

Hinweis:
Stipendien, persönliche Notlagen, Forschungen, Publikationen, Tagungen und Seminare, die nicht zur Vorbereitung, Begleitung oder Auswertung eigener Praxisprojekte beitragen, Bau-, Umbau und Sanierungsmaßnahmen fallen nicht in das Förderspektrum der Stiftung.

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