2007 hat die Freudenberg Stiftung damit begonnen, Bildungsförderung von Kindern und Jugendlichen auf den überschaubaren Einzugsbereich einer Grundschule zu konzentrieren – gleichsam ein Intensiv-Labor. Die ausgewählten Stadtteile weisen eine deutlich unterdurchschnittliche Übergangsquote der Kinder aufs Gymnasium und eine überdurchschnittliche Armutsbelastung ihrer Eltern auf. Die beteiligten Grundschulen können trotz großer Anstrengungen den individuellen Bildungsbedürfnissen der einzelnen Kinder nicht gerecht werden. Mit dem Förderansatz „Ein Quadratkilometer Bildung“ können und möchten sie ihre Lernkultur und die Lernergebnisse ihrer Kinder verbessern.
„Ein Quadratkilometer Bildung“ ist ein überregionales Programm, das lokal angepasst umgesetzt wird. Biografie begleitend soll gelernt werden, was im Feld von sprachlicher Ausdruckfähigkeit, Mathematikkompetenz und sozialen Kompetenzen bereits im Kindergarten und darauf aufbauend in der Schule getan werden muss, damit kein Kind „verloren“ geht. Kita- und Schulleitungen arbeiten eng zusammen, erhalten mehr Handlungsspielräume und zusätzliche Ressourcen, um abgestimmte und durchgängige Förderstrategien für die Kinder und Jugendlichen entwickeln zu können.


Zugleich wird im „Quadratkilometer Bildung“ an den Stärken und Interessen der mehrheitlich zugewanderten Eltern im Quadratkilometer angesetzt. Mehrsprachige Elternbegleiterinnen und  regelmäßige Rückmeldungen an die Eltern über den Lernerfolg und die bestmögliche Förderung ihres Kindes zuhause und in der Bildungseinrichtung spielen eine große Rolle.

Der „Quadratkilometer Bildung“ zielt auf den Aufbau eines lokalen Bildungsverbunds, der gemeinsam die Verantwortung für den Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen übernimmt und der alle beteiligt, die etwas dazu beitragen können. Um die Nachhaltigkeit dieses Förderansatzes zu garantieren, schließt die Freudenbergstiftung langjährige Verträge mit den betreffenden Kommunen ab.

Webseite:

http://www.ein-quadratkilometer-bildung.eu

Aktivitäten: