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03. Februar

Diskreditierung rassismuskritischer Forschung und Forscher*innen: Stellungnahme des Rats für Migration

Aus aktuellem Anlass macht der Rat für Migration (RfM) in einer Stellungnahme vom 03. Februar 2021 auf die in rechten Kreisen grassierenden Versuche aufmerksam,
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03.02.2021

Diskreditierung rassismuskritischer Forschung und Forscher*innen: Stellungnahme des Rats für Migration

Aus aktuellem Anlass macht der Rat für Migration (RfM) in einer Stellungnahme vom 03. Februar 2021 auf die in rechten Kreisen grassierenden Versuche aufmerksam, Rassismusforschung und ihre Vertreter*innen anzugreifen. Die Vorsitzenden Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu und Prof. Dr. Paul Mecheril sehen in der Wissenschaftsfeindlichkeit zunehmend ein politisches Machtmittel zur Durchsetzung der eigenen Weltsicht.
Während begründete akademische Kritik der Qualität der Forschung diene und wesentlichen Teil einer demokratischen, pluralistischen Wissensgesellschaft ausmache, lasse sich die politische Rechte in jüngster Zeit vermehrt zu kruden Forderungen hinreißen. So prangerte die AfD die angeblich "gesellschaftsspaltenden Auswirkungen des allgegenwärtigen Rassismusvorwurfs" an und stellte wissenschaftliche Befunde zu strukturellem Rassismus als ideologisch belastet dar.

Ausgewiesene Rassismusforscher*innen, wie zuletzt die Professorin Maisha Maureen Auma durch den Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, werden gezielt diffamiert und in ihrer wissenschaftlichen Integrität in Zweifel gezogen.

Zielscheibe der populistischen Wissenschaftsfeindlichkeit sei aber längst nicht nur die Rassismus- und Genderforschung, sondern z. B. auch die medizinischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der Rat für Migration stellt klar: Wo Menschenverachtung anfängt, sei die Grenze der erwünschten und notwendigen Pluralität von wissenschaftlichen Ansätzen überschritten.

Zur Stellungnahme hier